Die innere Suche nach meinem Lieblingsessen

Die innere Suche nach meinem Lieblingsessen von

Der Blog thefantasticworldofmine.de hat zu einer Blogparade aufgerufen. Das Thema: „Mein liebstes Essen“ Dazu wird die Frage gestellt, ob man mit dem Lieblingsessen Erinnerungen verbindet. – Das liebste Essen?! Na da sind wir doch sehr gern dabei, um ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern.

 

Was ist eigentlich Lieblingsessen?

Die Frage nach dem Lieblingsessen ist tatsächlich gar nicht so leicht zu beantworten, denn bei mir ändert sich das regelmäßig und ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Es hängt unter anderem von den Temperaturen bzw. der Jahreszeit ab. In den warmen Monaten liebe ich leichte Kost, da steht Spargel bei mir ganz oben auf der Liste. Im Winter darf es auch mal deftiger werden, da kann ich auch öfter einen Entenbraten verputzen. Man könnte es also als saisonales Lieblingsessen bezeichnen.

Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass man neue Dinge entdeckt, die man zuvor noch nie gegessen hat und von denen man dann eine Zeit lang einfach nicht genug bekommen kann. Das geht dann oft auch wieder vorbei. Entweder, weil man sich daran überfressen hat oder weil man es z.B. im Urlaub super tolle fand aber zu Hause schmeckt es irgendwie dann doch nicht mehr so großartig (Muscheln schmecken am Meer einfach anders). Das wäre dann so etwas wie temporäres Lieblingsessen.

Dann gibt es vereinzelte Lebensmittel, die man liebt, aber die man für sich genommen nicht zu einem eigenen Lieblingsessen zählen würde. Für mich wäre das Avocado. Ich habe immer eine im Haus und verwende sie in allen möglichen Essen, aber ich würde nur ungern eine ganze Avocado pur essen wollen. Das gleiche gilt für Zucchini. Ich bezeichne das mal als Lieblingslebensmittel.

 

Lieblingsessen und Erinnerungen

In Hinblick auf die Zusatzfrage zum Thema fallen mir wieder andere Gerichte ein. Die, die Erinnerungen wecken und die einem einfach schmecken, weil sie ein besonderes Gefühl mitliefern. Mir fallen da eigentlich tatsächlich ausschließlich Sachen ein, die mit meiner Kindheit und Familie zu tun haben. Mein erster spontaner Gedanke: Eintöpfe. Die habe ich erst so richtig schätzen gelernt, als ich nicht mehr zu Hause gewohnt habe. Heute esse ich sie wirklich gern. Wenn ich zu Besuch fahre, fragt mich meine Mama im Vorfeld meist, was ich gern essen würde. Ganz oben steht dann Kartoffelsuppe, Linsen- oder Wirsingeintopf. (mir tropft der Zahn). Das könnte man als All-time-favorites bezeichnen.

Also was macht Lieblingsessen aus? Ist es das, von dem man gerade im Moment nicht genug bekommen kann, dass was einen schon seit Jahren begleitet, was man aber nicht ständig essen möchte oder das, welches einem wohlige Erinnerungen an Muttis Herd beschert? Gibt es DAS ultimative Lieblingsessen denn überhaupt?

Das klingt jetzt schon beinahe philosophisch und eh es nun zu verkopft wird, einfach eine einfache Antwort:

Ich liebe all die bereits erwähnten Gerichte sehr und würde sie zu meinen Top 10 der Lieblingsessen zählen. Es gibt allerdings nur eine Sache, die mir einfällt, die ich beinah immer essen könnte (also zu 90 Prozent) – wenn mich mitten in der Nacht jemand weckt und mir das anbietet, dann würde ich es mit Genuss essen: Sushi. Ich liebe es und es hilft gleichzeitig auch noch beim abnehmen. Aber natürlich esse ich es nicht ständig. Oft, aber nicht jeden Tag oder jede Woche. Würde ich es tun, wäre es wahrscheinlich nicht mehr mein Lieblingsessen. Und da kommen einfach alle Komponenten zusammen: gute Erinnerungen (mein erstes Sushi hatte ich mit der Mama), es schmeckt überall und in allen Lebenslagen (egal ob Sommer oder Winter – im Sommer ist es angenehm, weil es kalt gegessen wird; im Winter wärmen Wasabi und Ingwer von innen), aber man isst es nicht jeden Tag.

 

3 Kommentare

  1. Adelina
    #1 Adelina 8 Januar, 2016, 11:36

    Hmmm bei deinem Artikel läuft mir aber auch gleich das Wasser im Mund zusammen. Ich hab auch gerade bei der Blogparade zum Thema Lieblingsessen mitgemacht. Mit einer ganz anderen Wahl 😀 Aber mit Spargel und Wirsing kann ich auch zu 100% mitgehen. Da hat man wahrlich immer so seine saisonalen Favoriten. Nur schade, dass in meinem Umfeld keiner für Rosenkohl zu begeistern ist. Aber da weiß ich gleich, was ich mir heut zum Mittag mache. Salut! 🙂

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  2. Tami
    #2 Tami 9 Januar, 2016, 10:34

    Liebe Jette, danke für deinen schmackhaften Beitrag. Hier findest du auch nochmal den Abschlusspost mit allen anderen Bloggern und Beiträgen.
    https://www.thefantasticworldofmine.de/2016/01/meine-liebste-blogparade-essen-sammlung.html

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  3. Liselotte von der ReuelosenSchlemmerei
    #3 Liselotte von der ReuelosenSchlemmerei 13 Januar, 2016, 16:38

    Huhu, das ist eine super spannende Frage! Genau die gleichen Überlegungen wie du habe ich auch schon angestellt – es gibt „aktuelle“ Lieblingsspeisen/- lebensmittel (gestern MUSSTE ich zum Beispiel unbedingt Lachs essen und war sowas von befriedigend, ein richtiger Genuss!) „saisonale“ (Spargel! Erdbeere! Kürbis!) und „dauerhafte“ Lieblinge.

    Wenn mich mitten in der Nacht jemand weckt und mir das anbietet, würde ich Erdnussbutter essen. Pur. Ich liebe Erdnussbutter, in jeder Form (als Keks, in Asiasoßen, einfach immer!).

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