Mandelöl – Inhaltsstoffe und Wirkung des flüssigen Zellschutzes

Mandeln

Als Pflegeprodukt sind die positiven Eigenschaften von kalt gepressten Mandelöl schon seit 4000 Jahren bekannt. Als Nahrungsmittel gewinnt es erst seit den letzten Jahren, seitdem sich Menschen mit Alternativen zu herkömmlichen Ernährung beschäftigen, an Bedeutung.

Als äusserlich angewendetes Pflegeöl kann Mandelöl die Durchblutung fördern, vorsorglich gegen Schwangerschaftsstreifen zum Einsatz kommen oder Hauterkrankungen wie beispielsweise Neurodermitis lindern. Aber auch als Nahrungsmittel angewandt hat es Mandelöl in sich, wie die Inhaltsstoffe zeigen.

 

Mandelöl: Durchschnittliche Nährwerte

Öle sind selbstverständlich vorwiegend Fette, weshalb es nicht erstaunt, dass der Hauptbestandteil von Mandeln verschiedene Fettsäuren sind. Das Besondere ist jedoch: Es besteht zu etwa 90 % aus einfach- und mehrfachungesättigten Fettsäuren und zählt damit zu den „guten“ Fetten. Viele Fette darin sind außerdem essenziell und damit wichtig für unseren Körper.

Die durchschnittlichen Nährwerte von Mandelöl pro 100 g sind in etwa:

Kalorien900 kcal
Fettgehalt100 g
- davon gesättigt10 g
- einfach ungesättigt66 g
- mehrfach ungesättigt24 g
Kohlenhydrate0 g
Zucker0 g
Proteine0 g

Vor allem den unterschiedlichen Fettsäuren verdankt das Öl seine positive Wirkung.

 

Gewinnung von Mandelöl

Mandelöl wird aus den kalt gepressten Früchten des Mandelbaums gewonnen. Dabei werden drei Arten von Mandeln unterschieden: die Krachmandel, die Süßmandel und die Bittermandel. Krachmandeln kennen wir vor allem aus der Weihnachtszeit, denn diese Leckereien können roh gegessen werden. Süßmandeln finden bei der Herstellung von Marzipan Einsatz und aus Bittermandeln kann ein ätherisches Öl gewonnen werden.

Mandelöl kann aus Bittermandeln, Süßmandeln oder einer Kombination von beidem hergestellt werden. Bei Letzterem achten Hersteller besonders auf den Anteil der Bittermandeln, denn diese enthalten Blausäure, dass in zu hohen Mengen giftig ist. Bei Mandelöl aus dem Reformhaus oder einem seriösen Online-Handel besteht aber keine Gefahr.

 

Wirkung von Fetten und Säuren in Mandelöl

Die unterschiedlichen Fettsäuren sind der Hauptbestandteil von Mandelöl und haben jeweils individuelle, positive Eigenschaften.

Fettsäuren sind dem Hautfett sehr ähnlich und wirken daher pflegend auf diese – sowohl innerlich, als auch äußerlich angewendet. Denn wer mit Mandelöl seinen Speiseplan ergänzt, nimmt damit auch die zellschützenden, antioxidativen Eigenschaften des Mandelöls auf. Weil das Öl hauptsächlich aus ungesättigten Fettsäuren besteht, hat es gleichzeitig einen positiven Einfluss auf die Cholesterinwerte und kann diese senken.

• Ölsäure ist mit bis zu 86 % unter den ungesättigten Fettsäuren die am stärksten vorkommende. Besonders äußerlich angewendet kann diese Omega-9-Fettsäure gut zur Hautheilung beitragen. In der Ernährung sorgt sie vor allem für eine Reduzierung des LDL-Cholesterinspiegels, also dem Cholesterinspiegel, der möglichst niedrig gehalten werden sollte. Außerdem kann sie den Einbau von gesättigten Fettsäuren in den Körper verhindern. Das führt zu elastischeren Blutgefäßen und einer verbesserten Kommunikation zwischen den Nervenzellen. Ölsäure wird außerdem nachgesagt, schützend auf den Darm zu wirken. Untersuchungen diesbezüglich laufen noch.

• Linolsäure ist mit 19 % die zweitwichtigste mehrfach ungesättigte Fettsäure. Sie wirkt innerlich wie äußerlich angewendet entzündungshemmend und stabilisiert den natürlichen UV-Schutz der Haut.

• Palmitinsäure ist eine gesättigte Fettsäure und macht etwa 5 % im Mandelöl aus. Palmitinsäure schützt den Säureschutzmantel der Haut und ist eine Barriere für schädigende Einflüssen von außen.

 

Wirkung der Vitamine und Mineralien im Mandelöl

Fettsäuren bilden den Hauptbestandteil von Mandelöl, doch auch die Vitamine und Mineralien kommen dem Körper mit dem lecke-nussigen Öl zugute.

Vitamin A wird benötigt, um biochemische Verbindungen wie Retinal, Retinol, Retinsäure und andere herzustellen. Besonders Retinol ist wichtig, beispielsweise für die Sehkraft, die Informationsübertragung im peripheren sowie im zentralen Nervensystem und erleichtert zudem noch die Speicherung von Eisen. Vitamin A ist außerdem noch wichtig für den Fettstoffwechsel und das Verdauungssystem, um zwei Beispiele zu nennen. Einige Verbraucher nutzen Mandelöl daher auch zum abnehmen.

Vitamin B Vitamine verschiedenster Art wirken sich positiv auf den Blutstoffwechsel aus und unterstützen außerdem die Aufnahme anderer Vitamine in die Zellen.

Vitamin D unterstützt das Immunsystem und stärkt somit die Abwehrkräfte. Außerdem wirkt es sich regulierend auf den Kalziumhaushalt aus.

Vitamin E speichert Feuchtigkeit und unterstützt Vitamin A bei der Zellbildung. Außerdem wirkt es als freier Radikalfänger antioxidativ.

Kalium reguliert als eines der wichtigsten Minerale den Blutdruck und wirkt sich auf diese Weise positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus, schützt also vor Bluthochdruck und deren Folgen wie Schlaganfälle und Herzinfarkte.

Magnesium schützt die Zellwände und wirkt sich regulierend auf die Verdauung aus. Mandelöl ist daher auch gut bei Darmproblemen geeignet.

Kalzium wirkt entzündungshemmend und sorgt für ein gutes Hautbild.

Die verschiedenen Inhaltsstoffe in Mandelöl können sich außerdem stoffwechselfördernd und insulinregulierend auswirken. Das macht Mandelöl zu einem beliebten Nahrungsmittel, wenn ihr abnehmen wollt. Auch wer häufiger Blasenentzündungen oder Probleme mit dem Darm hat, kann es mit Mandelöl probieren. In einigen Fällen wurde eine Besserung beobachtet, da Mandeln im Ruf stehen, gesundheitsfördernde Bakterienstämme zu begünstigen.

 

Mandelöl kaufen und verwenden: Hierauf solltet ihr achten

Bei all den positiven Eigenschaften wundert es nicht, dass die Nachfrage sehr steigt. Bei manchen Herstellern leidet deswegen leider die Qualität, weswegen ihr immer einen Blick auf die Inhaltsangaben werfen solltet. Kontrolliertes Mandelöl aus biologischem Anbau ist immer eine gute Wahl, besonders wenn ihr das Öl auch äußerlich auf empfindlicher Haut anwendet, beispielsweise um Neurodermitis zu bekämpfen. Kaltgepresstes Mandelöl enthält die meisten guten Inhaltsstoffe, inzwischen wird aber im Handel auch Mandelölextrakt oder raffiniertes Mandelöl angeboten.

 

Weil das Öl beim Erhitzen seine wertvollen Inhaltsstoffe verliert, ist es besser geeignet um Salate zu verfeinern. Auch im Müsli kann ein Esslöffel Mandelöl für einen feinen Geschmack sorgen.

2 comments

[…] vom Standpunkt ab. Sowohl gemahlene Mandeln, als auch der Presskuchen, der bei der Herstellung von Mandelöl entsteht, können aus Mandelmehl bezeichnet werden. Je nachdem, um welches es sich handelt, […]

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