Entzündungshemmende Lebensmittel

Entzündungshemmende Lebensmittel von

Einmal zu viel trainiert, falsch bewegt oder einfach nur etwas Pech gehabt und schon ist das Malheur passiert: Entzündungen. Besonders in Gelenken oder Sehnen sind sie nicht nur sehr schmerzhaft, sondern brauchen meist auch viel Zeit, um abzuheilen. Wir haben uns deshalb gefragt – mit der richtigen Ernährung müssen die Entzündungen doch schneller in den Griff zu kriegen sein, oder? Und tatsächlich – es gibt entzündungshemmende Lebensmittel! In diesem Beitrag erfahrt ihr, welche Lebensmittel ihr konsumieren solltet, um Entzündungen effektiv zu bekämpfen.

 

Typische Sportlerverletzungen – Entzündungen im Körper

Von Muskelkater, Bänderrissen und Zerrungen bis hin zu Arthritis und Co – die Liste an Entzündungen, die den menschlichen Körper ereilen können, kann wohl endlos weitergeführt werden.

Besonders Sportler können von Entzündungen im Körper ein schmerzhaftes Liedchen singen – gerade Fitnessbegeisterte belasten Muskulatur, Sehnen und Bänder teilweise sehr stark und selbst bei größter Umsicht kann es schnell mal zu der ein oder anderen Verletzung kommen. Wie in einer aktuellen Umfrage festgestellt wurde, sind die häufigsten Entzündungen

 

Muskelzerrungen am Oberschenkel: Wird die Muskulatur vor bspw. dem Laufen nicht richtig auf die bevorstehende Belastung vorbereitet, kann es zu einer Überdehnung der Muskeln kommen. Hier verkrampft sich der Muskel, der Sportler verspürt krampfartige Schmerzen und das Training endet in einer Muskelzerrung.

Bänderriss am Sprunggelenk: Der Bänderriss kann sehr schmerzhaft sein. In den meisten Fällen entsteht diese Verletzung, wenn ihr beim Sport umknickt – selten sind auch Tritte für einen Bänderriss verantwortlich. Durch den Riss schwillt das Gelenk schnell und stark an und darf nicht belastet werden!

Muskelfaserriss in der Wade: Zu dieser Entzündung im Körper kommt es, wenn bei starker Überdehnung der Muskel reißt. Muskelfaserrisse in der Wade bilden sich häufig bei Ballsportarten oder dem Joggen, da diese Aktivitäten unter anderem von häufigen, schnellen Beschleunigungen geprägt sind.

Verletzung der Achillessehne: Die Achillessehne gilt als die stärkste Sehne unserer Körpers. Doch auch sie kann verletzt werden, bspw. durch harte Landungen nach Sprüngen oder Tritten in die Ferse. Bei einem Riss sind starke Schmerzen die Folge, die Sehne sollte nicht belastet werden und in manchen Fällen muss sogar operiert werden.

Kreuzbandriss: Wenn ihr euch diese Verletzung eingehandelt habt, müsst ihr stark sein – denn häufig kann hier eine längere Zeit nicht trainiert werden und nicht selten muss sogar operiert werden. Der Kreuzbandriss ist nämlich eine besonders schwere Knieverletzung, die durch plötzliches Abstoppen oder Richtungsänderungen hervorgerufen werden kann.

Meniskusriss: Plötzliche Drehbewegungen mit abruptem Stoppen, wie es häufig beim Tennis oder Fußball erforderlich ist, können zu einem Meniskusriss führen. Hinter dieser Verletzung steckt ein gerissener Knorpel, der normalerweise die Funktion eines “Stoßdämpfers” erfüllt.

• Fersensporn: Dieser tritt nach Überbelastung auf und ist das Resultat einer Entzündung nicht die Ursache. Die Beschwerden, werden durch die Entzündung hervorgerufen. Der Körper versucht durch den Sporn einen Ausgleich zu schaffen.

 

Ihr hattet schon einmal eine der oben genannten Verletzungen? Oder könnt sogar aktuell nicht trainieren, weil ihr unter einer Entzündung leidet? Im folgenden Abschnitt erfahrt ihr, welche entzündungshemmenden Lebensmittel in den heimischen Supermärkten zu finden sind und welche Inhaltsstoffe dafür sorgen, dass ihr eure Entzündung möglichst schnell wieder los werdet!

 

Entzündungshemmende Lebensmittel – Ernährung bei Entzündungen im Körper

Wir leben in einer Zeit, in der viele Erkrankungen sofort mit starken Medikamenten therapiert werden, damit die Patienten möglichst schnell wieder auf den Beinen sind. Das jeder, der es mit einer Entzündung im Körper zu tun hat, schnell genesen möchte, können wir sehr gut nachvollziehen – allerdings muss dies nicht immer unter Zuhilfenahme von starken Medikamenten passieren.

Denn auch mit der richtigen Ernährung, also entzündungshemmenden Lebensmitteln, können wir unseren Körper unterstützen, die Entzündung schnell und effektiv zu bekämpfen. Ersetzt ihr chemische Produkte durch den bewussten Konsum ausgewählter Naturalien, könnt ihr nicht nur eure Verletzung heilen, sondern erspart eurem Körper gleichzeitig eine Chemiekeule.

Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass der Einsatz von Medikamenten in einigen Fällen natürlich absolut notwendig und gerechtfertigt ist – es jedoch etliche Entzündungen im Körper geben kann, bei denen wir getrost auf Chemie und Co verzichten und uns stattdessen mit entzündungshemmenden Lebensmitteln aus der Patsche helfen können.

Wenn ihr also unter einer der oben aufgeführten Verletzungen leidet, können die folgenden Lebensmittel den Heilungsprozess positiv beeinflussen und für Linderung sorgen!

 

Curcumin

Wer es mit einer Entzündung zu tun hat, bspw. in Form einer verletzten Achillessehne, dem wird nicht selten zu Cortison geraten. Dieses Medikament ist bekannt für seine antientzündliche Wirkung – und hat dafür aber jede Menge Nebenwirkungen im Gepäck. Wie Wissenschaftler aus Saarbrücken belegt haben, lautet die pflanzliche Alternative zu diesem Hormon: Curcumin.

Curcumin ist ein wichtiger Bestandteil des gelben Gewürzes Curcuma, dass bestimmt der ein oder andere von euch bei sich zuhause im Küchenschrank stehen hat. Und nur die Wenigsten wissen, dass sie mit Curcuma nicht nur ein wohlschmeckendes Gewürz beherbergen, sondern es gleichzeitig Meister im Entzündungen hemmen ist.

„Wir konnten nachweisen, dass Curcumin nicht nur unspezifisch wirkt, sondern ganz gezielt antientzündliche Wirkung entfaltet. Anhand von Versuchsreihen an Zellmodellen können wir belegen, dass das Gewürz wie Cortison gezielt das Protein GILZ beeinflusst“, erklärt eine Wissenschaftlerin aus Saarbrücken. GILZ ist die Abkürzung für “Glucocorticoid-induzierter Leuzin-Zipper”. Hinter diesem komplizierten Begriff verbirgt sich ein Protein, dass Entzündungsreaktionen unterbinden kann.

 

Ihr könnt also, wenn ihr eine Entzündung im Körper habt, versuchen, mit Curcumin der Verletzung entgegenzuwirken. An dieser Stelle sei noch hinzuzufügen, dass Curcumin nur eine sehr geringe Bioverfügbarkeit aufweist, weswegen nur ein Bruchteil des Wirkstoffs in eure Blutbahnen gelangt.

Wie Studien bestätigen, lässt sich dies ändern – und zwar mit einer Portion schwarzem Pfeffer. Ihr solltet also, wenn ihr eine Entzündung mit Curcumin behandelt, das Gewürz in Kombination mit Pfeffer konsumieren, um den gewünschten Effekt auszulösen.

 

Beeren

Nicht nur Gewürze wirken sich positiv auf unsere Gesundheit aus, sondern auch Lebensmittel, die uns täglich im Supermarkt begegnen. Ein gutes Beispiel, wie einfach und lecker die richtige Ernährung bei Entzündungen sein kann, sind Beeren. So geht aus Forschungen hervor, dass Kirschen zehnmal wirksamer gegen Entzündungen vorgehen sollen als Aspirin.

Wie es sein kann, dass ausgerechnet die wohlschmeckende Kirsche wirksamer als ein Medikament sein soll? Verantwortlich hierfür ist ein pflanzlicher, antioxidativer Farbstoff, der der Gruppe der Flavonoide angehörig ist. Äpfel besitzen ebenfalls viel davon.

Diese stoppen nicht nur oxidative Prozesse in unserem Körper, sondern können zudem als pflanzliches Schmerzmittel funktionieren. Auch andere Beeren, wie bspw. die Blaubeere, stecken voller nützlicher, sekundärer Pflanzenstoffe, die unseren Körper im Kampf gegen schmerzhafte Entzündungen unterstützen können.

Natürlich eignen sich Beeren aber nicht nur, um Verletzungen zu heilen, sondern beugen gleichzeitig diversen Erkrankungen vor. So können sie das Wachstum gesunder Darmbakterien unterstützen oder auch dem Verfall unserer kognitiven Fähigkeiten vorbeugen.

 

Omega-3-Fettsäuren

Wie in einer Studie des Ernährungsmediziners Olaf Adam bewiesen werden konnte, kann die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren dem Körper dabei helfen, Entzündungen einzudämmen.

Im Fokus der Studie standen Arthritispatienten, bei denen Schmerzen und Schwellungen zurückgegangen sind, sobald sie weniger als 90 Milligramm Arachidonsäure zu sich genommen haben. Die Patienten, die zudem noch Fettsäuren in Form von Fischölkapseln konsumiert haben, haben noch bessere Erfolge erzielen können.

Omega-3-Fettsäuren, die unter anderem in Hanföl, Fisch, Nüssen und Leinöl zu finden sind, eignen sich aufgrund der enthaltenen alpha-Linolensäure hervorragend, um entzündliche Prozesse im Körper zu schwächen. Die Linolensäure neutralisiert die besonders in tierischen Produkten enthalte Arachidonsäure, die verantwortlich für viele Entzündungsprozesse ist.

 

Rote Beete

Rote Beete zählt zu den gesündesten Gemüsesorten und ist ein wahrer Alleskönner. Das heimische Gemüse ist reich an Betanin, ein sekundärer Pflanzenstoff, der auch als vitaminähnlicher Stoff bezeichnet wird. Diese Substanz sorgt nicht nur für die rote Färbung der Beete, sondern unterstützt außerdem unser Immunsystem und schützt Herz, Gefäße und Niere.

Da rote Beete eine besondere Kombination verschiedener Nährstoffe enthält, wirkt sich das Gemüse auch positiv auf entzündliche Prozesse im Körper aus. Besonders das Betanin sowie das enthaltene Isobetanin und Vulgayanthin hemmen die Aktivität der sogenannten COX-Enzyme. Hierbei handelt es sich um Enzyme, die wesentlich an der Regulation des Entzündungsgeschehens beteiligt sind und haben unter anderem Einfluss darauf, wie schnell Arachidonsäure gebildet wird.

 

Grünes Gemüse

Auch grünes Gemüse sollte auf dem Speiseplan stehen, wenn ihr es gerade mit einer unangenehmen Entzündung zu tun habt. Denn gerade die dunkelgrünen Gemüsesorten wie Grünkohl, Spinat oder auch Mangold enthalten viele Flavonoide. Die Antioxidantien unterstützen den Zellaufbau und wirken somit effektiv der Entzündung entgegen.

Des Weiteren enthalten die genannten Gemüsesorten große Mengen an Vitamin A, C und K, die unseren Organismus vor freien Radikalen schützen und somit weiteren Entzündungen vorbeugen können.

 

Zusammenfassend können wir sagen, dass es eine Vielzahl an Lebensmitteln gibt, die bei Sportlerverletzungen den Heilungsprozess beschleunigen. Was wir als besonders positiv wahrnehmen: Alle aufgezählten Lebensmittel wirken sich nicht nur positiv auf Entzündungen im Körper aus, sondern unterstützen unseren Körper auch hinsichtlich anderer Aspekte wie bspw. einem gesunden Darm oder starken Immunsystem. Die entzündungshemmende Ernährung kann einfach in den Ernährungsplan integriert werden und schmeckt dazu noch super lecker.

 

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