Kressesamen – Sorten, Nährstoffe und Anbau

Kressesamen – Sorten, Nährstoffe und Anbau von

“Meine kleine grüne Kresse steht draußen vorm Balkon, hollari, hollari, hollaro!” Zugegeben, wir haben den Songtext ein wenig für unsere Zwecke umgeschrieben, aber: Diese bekannte Liedzeile ist wie gemacht für das grüne Gemüse, das wir euch heute vorstellen! Kressesamen, auch Gartenkresse oder Pfefferkraut genannt, lässt sich nämlich tatsächlich häufig vor dem Balkon oder auf Fensterbänken finden. Das gesunde Gemüse lässt sich leicht anbauen und ist deshalb auch bei Gesundheitsbewussten mit nicht grünen Daumen sehr beliebt! Doch was macht Kresse und Kressesamen zu einem gesunden Snack oder Topping für diverse Gerichte? Und was für Sorten Pfefferkraut gibt es überhaupt?

1. Kressesorten
2. Nährstoffübersicht
3. Kresse selbst anbauen
4. Kressesamen kaufen

 

Wo kommen Kressesamen her?

Wer denkt, die Kresse ist eine Gemüsepflanze, die vielleicht noch etwas grün hinter den Ohren ist – der irrt. Denn tatsächlich ist die Verwendung der Kressesamen sowie der ausgewachsenen Pflanze als Bestandteil einer gesunden Ernährung keineswegs irgendeinem Fitnesstrend entsprungen, sondern geht weit vor unsere Zeit zurück.

Aus Überlieferungen wissen wir, dass Kresse und Kressesamen bereits im antiken Griechenland in der Küche verwendet wurden und unter anderem als sogenannte “Siegerpflanze” genutzt wurden, sprich, bei besonderen Veranstaltungen als “Schmuck” zum Einsatz kamen. Auch wenn die grüne Gemüsepflanze sehr beliebt im alten Ägypten und Griechenland war, kommt sie ursprünglich aus dem Orient, wo sie noch heute besonders gerne roh verzehrt wird.

Während Kresse früher vermutlich eher im kleinen Stil angebaut worden ist, wird sie heute – so wie viele andere Gemüsekulturen auch – großflächig angebaut, um die steigende Nachfrage der Konsumenten bedienen zu können. Die Kressesamen werden sowohl im Freiland als auch in Gewächshäusern verteilt und nach der Aussaat der Samen keimen die Sprösslinge schon nach weniger als 24 Stunden. Wer also selber Kresse ziehen möchte, muss sich nicht lange gedulden. Wichtig zu wissen (und vielleicht besonders für die ganz Ungeduldigen interessant): Im Sommer kann das leckere Gemüse schon nach spätestens einer Woche geerntet werden, während es im Winter bis zu drei Wochen dauern kann, bis die Kressesamen anfangen zu sprießen!

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Welche Kresse-Sorten gibt es?

Ihr müsst bei Kresse an diese kleinen, grünen Pflänzchen denken, die es oft in Supermärkten in rechteckigen Schachteln zu kaufen gibt? Hierbei handelt es sich in den meisten Fällen um die Sorte, die es bei uns besonders häufig zu finden gibt – Gartenkresse. Es gibt jedoch noch weitere interessante Kresse-Sorten, die ihr, wenn ihr den leicht scharfen Geschmack der Gemüsepflanze mögt, unbedingt kosten solltet!

 

Gartenkresse

Wie oben schon erwähnt, ist Gartenkresse häufig im Supermarkt, in Gärten und auf Fensterbänken zu finden! Diese Sorte entwickelt die kleinsten Blätter und besonders zarte, empfindliche Pflanzen. Gartenkresse keimt sehr schnell und wer bei sich zu Hause schon einmal diese Pflanze angebaut hat, wird festgestellt haben – in weniger als zwei Wochen ist die Gemüsepflanze erntereif.

Der Geschmack der Blätter ist leicht scharf, oft wird er mit dem von Senf verglichen. Gartenkresse eignet sich als kleiner, gesunder Snack für Zwischendurch, schmeckt aber besonders gut auf Brot, bspw. in Kombination mit vegetarischen Aufstrichen.

 

Brunnenkresse

Eine Sorte, die definitiv NICHT für den Anbau auf Fensterbank und Co geeignet ist, denn sie zählt zu den Wasserpflanzen und bevorzugt Böden, die sehr feucht sind. Die Blätter werden deutlich größer als die der Gartenkresse und auch die Pflanze selbst wächst viel mehr in die Höhe. Im Vergleich zu der Gartenkresse, die als Sprosse auch im Ganzen verzehrt werden kann, verwendet man bei der Brunnenkresse lediglich die Blätter.

 

Kapuzinerkresse

Diese Kresse ist besonders dekorativ, denn Kapuzinerkresse, im Lateinischen auch “Tropaeolum” genannt, wartet mit dekorativen Blüten in gelb-orangen bis roten Blüten auf. Sie wird deshalb auch häufig als Zierpflanze in Gärten gepflanzt und wer Anfangs vor den farbig leuchtenden Blüten zurückschreckt, wird später positiv von dem milden Aroma dieser überrascht sein. Die dekorative Kapuzinerkresse bringt nicht nur Farbe in den Garten, sondern auch Geschmack auf diverse Salatteller, weswegen die Gemüsepflanze besonders beliebt in den heimischen Küchen ist.

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Kresse Nährstoffe

Kresse gilt nicht nur als Gemüse, das ihr super einfach selbst anbauen könnt, sondern auch als super gesund! So hat das US-Zentrum für Krankheitsbekämpfung und Prävention, das unter Anderem für den Schutz der Bevölkerung vor Krankheiten zuständig ist, Kresse ganz weit oben auf die Liste der effektivsten “Powerhouse fruits and vegetables” gesetzt. Mithilfe dieser Liste werden der Öffentlichkeit all die Lebensmittel vorgestellt, die sich durch einen hohen Anteil an Nährstoffen auszeichnen.

Um genau nachvollziehen zu können, welche Nährstoffe in der grünen Gemüsepflanze enthalten sind, haben wir euch im Folgenden eine kleine Übersicht erstellt, die aufzeigt, welche Spurenelemente und Aminosäuren in Kresse enthalten sind. Die folgenden Angaben beziehen sich auf eine Menge von 100g Gartenkresse:

 

Neben den enthaltenen Aminosäuren und Spurenelementen ist Kresse außerdem reich an Vitaminen – besonders Vitamin B1, B2 und Vitamin C sind in den kleinen Pflänzchen enthalten und damit überbietet die Kresse den häufig als sehr vitaminreich dargestellten Feldsalat.

Wer sich schon immer gefragt hat, wie der leicht scharfe, würzige Geschmack der Pflanze zustande kommt – diesen verdankt die Kresse den enthaltenen Senfölen und Bitterstoffen, die sich positiv auf Appetit sowie einen normalen Blutfluss auswirken. Außerdem wollen wir euch nicht vorenthaltenen, dass Kresse, neben der ohnehin schon hohen Nährstoffdichte, große Mengen an Chlorophyll enthält. Chlorophyll ist das Farbpigment, dem die Gemüsepflanze seine leuchtend grüne Farbe verdankt und das dafür sorgt, dass Photosynthese stattfinden kann. Wenn ihr euch also demnächst eine extra Portion Kresse gönnt, nehmt ihr gleichzeitig eine großzügige Menge an Chlorophyll mit auf, was sich positiv auf den Aufbau von gesunden Blutzellen auswirkt.

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Kressesamen: Kresse selbst anbauen

Wir garantieren: Nichts ist einfacher, als frische Gartenkresse selbst anzubauen. Alles was ihr dafür benötigt, sind:

  • Kressesamen
  • Wattepads
  • Schälchen
  • eine kleine Sprühflasche mit Wasser
  • und natürlich einen sonnigen Fensterplatz

 

Verteilt die Kressesamen großzügig auf die vorher angefeuchteten Wattepads. Die Pads platziert ihr am besten in einem Schälchen, damit später der Untergrund, auf dem ihr euer kleines Pflanzenexperiment platziert, trocken bleibt. Achtet darauf, dass die Samen sich nicht überlagern.

Anschließend platziert ihr die Schälchen mit Wattepads an einem, möglichst sonnigen, Fensterplatz – und wartet ab. Das Konstrukt sollte etwa alle zwei Tage leicht gewässert werden bzw. alternativ mit Wasser besprüht werden. Nach ca. sechs Tagen können die ersten Pflänzchen geerntet und genossen werden!

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Kressesamen kaufen

Wer Lust hat, die kleine Nährstoffbombe Kresse in seinen Küchenalltag zu integrieren, hat natürlich die Möglichkeit, die Gemüsepflanze bereits “fertig” im Supermarkt zu kaufen. Hierbei solltet ihr allerdings darauf achten, dass das von euch gekaufte Exemplar Bio-Qualität aufweist. Wie immer gilt hier nämlich: Nur wenn die Pflanze ohne Dünger oder Pestizide verzerrt wird, können die Nährstoffe der Kresse ihre volle Wirkung entfalten.

Wir legen euch ans Herz: Baut Kresse selber an! Nichts ist einfacher, als sich das Pfefferkraut selbst heranzuziehen und auch die Kressesamen sind einfach zu erstehen. Die Vorteile, das Gemüse selbst anzubauen, liegen im Grunde auf der Hand. Ihr könnt den Bedarf an Kresse genauer festlegen und wisst sicher, dass das Pfefferkraut unbehandelt im Mund landet. Außerdem macht es einfach unheimlich Spaß, den kleinen Pflänzchen beim Wachsen zuzusehen. Hast du vor Kressesamen zum Selbstanbau online zu kaufen, dann können wir dir folgendes Produkt empfehlen:

 

Zusammenfassend können wir sagen, dass Kresse zwar mit zu den kleinsten Gemüsepflanzen zählt, aber bezüglich der Nährstoffdichte bei den ganz Großen mitspielt! Das Pfefferkraut ist reich an Spurenelementen und Vitaminen und versorgt unseren Körper außerdem mit einer großzügigen Menge an Chlorophyll. Kresse kann leicht zuhause angebaut werden und bringt in jede Küche den gewissen Frischekick!

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Quellen:

US-Zentrum für Krankheitsbekämpfung und Prävention Liste: https://www.cdc.gov/pcd/issues/2014/13_0390.htm

 

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