Grüne Smoothies – die Macht der grünen Kraft

Grüne Smoothies – die Macht der grünen Kraft von 28. August 2016 2 Kommentare

Smoothies gibt es in vielen Farben und sie alle haben ausgesprochen positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Warum aber gerade die grünen Smoothies, die hauptsächlich aus Blattgemüse und Salaten bestehen, gegenüber ihren fruchtigen Geschwistern noch höher Punkten können, dem gehen wir auf den Grund.

 

 Grüne Smoothies sind nicht nur schmackhaft, sondern vor allem eines: geballtes Chlorophyll. Dieser natürliche, grüne Farbstoff, der sich vornehmlich in Pflanzen findet die Photosynthese betreiben, gibt unserem Körper Kraft und Energie. Sonnenlicht aus der Flasche. Im Gegensatz zu herkömmlichen Smoothies bestehen grüne Smoothies nur maximal zur Hälfte aus Obst. Ihre wichtigsten Inhaltsstoffe setzen sich je nach Rezept aus Blattgemüse, Kohl und Salat zusammen. Bei der Zusammenstellung grüner Smoothies gilt dabei, je grüner das Blatt, desto höher der Chlorophyllgehalt. Grüne Smoothies können nicht grün genug sein. Sind Blätter, Kräuter, Gemüse und Co. erst einmal vermengt, verbessert süßes und reifes Obst, wie zum Beispiel Ananas, Mangos und Bananen, ihren Geschmack – alleine genossen schmecken grüne Smoothies oft bitter.

 

Was ist drin, im grünen Getränk?

Zunächst einmal: Unsere Überschrift ist absichtlich irreführend gewählt, denn natürlich sind grüne Smoothies zum Trinken gedacht, aber dennoch kein Getränk. Smoothies sind, egal ob grün oder hauptsächlich aus Obst hergestellt, reich an Nährstoffen und hochwertigen Lebensmitteln, damit aber auch an Kalorien. Zum Durstlöschen sind grüne Smoothies daher nicht gedacht. Viel mehr sind sie als Trinkmahlzeit zu verstehen, die zum Beispiel das Frühstück oder eine Snackmahlzeit komfortabel ersetzen und so auch in stressigen Zeiten genug Platz für einen Vitaminboost zwischendurch lassen.

Ein gutes Rezept für einen grünen Smoothie misst sich am Volumen und nicht am Gewicht der einzelnen Zutaten. Die Grundformel 50:50, wobei eine Hälfte grünes Gemüse, Pflanzen, Blätter und Kohl sind und die andere Hälfte weiches Obst, hat sich als gutes Basisrezept etabliert. Stilles Wasser oder Heilwasser sorgt anschließend noch für eine gute Trinkbarkeit.

 

Grüne Smoothies gegen Übersäuerung

Zucker, zu viele Kohlehydrate und getreidehaltige Produkte sind, wie wir wissen, nicht gut für unseren Körper. Sie bringen den Säure-Base-Haushalt durcheinander. Die Folge ist eine starke Übersäuerung in unserem Inneren, die sich nach außen vor allem durch Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Energielosigkeit zeigt. Mit ihrem hohen Gehalt am natürlichen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll bilden grüne Smoothies quasi ein Gegengift, sind das Antidot für die lästigen Symptome der Übersäuerung. Mehr noch: grüne Smoothies sorgen dafür, dass wir besser Mineralstoffe aufnehmen können, denn auch die Mineralstoffaufnahme wird bei einem übersäuerten Körperhaushalt erschwert. Diese Auswirkung haben grüne Smoothies, weil sie basisch sind und damit Säure neutralisieren.

 

Wie grüne Smoothies auf unseren Darm wirken

Der Darm ist eines der meistunterschätzten Organe in unserem Körper. Oft nur als letzte Station der Nahrungsverwertung gesehen, hält der Darm rund 80 % unseres Immunsystems bereit und ist damit ein wichtiger Gespiele im Kampf gegen Krankheiten und schädigenden Einflüssen. Umso wichtiger also, dass der Magen-Darm-Trakt einwandfrei funktioniert, um seinen Dienst ideal ausführen zu können. Grüne Smoothies helfen ihm dabei und bringen auch einen geschädigten Darm, zum Beispiel wenn Blähungen oder häufiger Durchfall auftreten, wieder auf Trapp. Gerade wenn wir in Smoothies viel Kohl verwenden, kann das aber zunächst vor allem bei Blähungen eine Verschlimmerung der Symptome bedeuten. Hier heißt es, Geduld beweisen. Eine Erstverschlimmerung wie diese beweist, dass ein zunächst zu träger Darm nun zum Arbeiten angeregt wird. Sie verschwinden wieder. Sind die Blähungen zu stark, kann es helfen, grüne Smoothies zunächst mit mehr Wasser und etwas weniger Kohl und Blattgemüse zuzubereiten, um den Körper an die ungewöhnliche Nahrung zu gewöhnen.

 

Mut zum grün: ungewöhnliche Zutaten

Der Klassiker unter den grünen Smoothies und ein ideales Einsteigerrezept: Einfach Bananen mit einigen Blättern Blattspinat mischen. Durch das intensive Aroma der Banane schmecken wir den Spinat kaum raus, die Geschmacksnerven können sich langsam an das leicht bittere Aroma gewöhnen. Ist das geschehen, darf gerne der Mut zum grün ausgepackt werden. Im Supermarkt und in der Küche landen täglich eine große Menge wertvoller Mineralien und Mikronährstoffe im Mülleimer – einfach, weil wir nicht gelernt haben, diese zu verwenden. Möhrengrün, Kohlrabiblätter und Rote Beete sind nur drei von vielen Beispielen, die in einem grünen Smoothie zu neuem Ruhm kommen. Auch Heilkräuter und heimische Heilpflanzen, etwa Löwenzahn und Spitzwegerich, sind ungewöhnliche aber gute Zutaten für grüne Smoothies. Gemischt mit reifem Obst und einem Schluck stillem Wasser werden so Lebensmittel und mit ihnen wertvolle Nährstoffe genießbar, die uns ohne den grünen Smoothie vorenthalten blieben. Ebenfalls lässt sich Superfood, wie Spirulina leicht in den Smoothie integrieren.

 

Grüne Smoothies: 6 Fakten, die jeder wissen sollte

Die Vorteile grüner Smoothies sind so zahlreich, dass es unmöglich ist, sie alle aufzuzählen. Die folgende Liste kann daher nur Beispiele für sechs wichtige Fakten rund um grüne Smoothies geben.

  Grüne Smoothies sind reich an Pflanzenfasern und enthalten damit mehr sättigende Ballaststoffe. Das macht sie trotz eines recht hohen Kaloriengehalts auch für Diäten interessant.

  Am besten wird ein grüner Smoothie zum Frühstück genossen, mindestens aber eine halbe Stunde vor der nächsten Mahlzeit. Auf nüchternen Magen ist das grüne Kraftgetränk am bekömmlichsten.

  Durch grüne Smoothies haben wir die Möglichkeit, auch Grünteile von Gemüse und Kräuter zu probieren, die sonst nicht ihren Weg auf unseren Speiseplan finden würden. Mut zum Ausprobieren wird bei der Zubereitung grüner Smoothies belohnt.

  Der Mix macht es: Idealerweise wird täglich ein grüner Smoothie genossen. Monokultur, also die Verwendung des immer gleichen Gemüses, sollte dabei jedoch vermieden werden. Besser wechselt man Blattgemüse, Kohl und Wildkräuter stets ab. Gute Websites und Rezeptbücher bieten eine Vielzahl abwechslungsreicher Rezepte für grüne Smoothies an.

  Langsam lässt sich ein grüner Smoothie besser genießen, denn er braucht Zeit, seine optimale Wirkung zu entfalten. Zu schnelles Trinken kann außerdem die Verdauung empfindlicher Personen überbelasten.

  Je grüner, desto besser: Eisbergsalat eignet sich aufgrund seines hohen Nitratgehalts und dem vergleichsweise geringen Nährstoffanteil nur bedingt als Smoothiezutat. Generell gilt, je grüner ein Gemüse, desto wertvoller auch seine Verwendung im grünen Smoothie.

 

Grüne Smoothies selber machen

Mittlerweile gibt es die blattstarke Trinkmahlzeit auch im Supermarkt zu kaufen, besser ist es aber immer, grüne Smoothies selbst zu machen. Durch die lange Lagerung und die oft durchsichtigen Flaschen der Smoothies gehen viele der lichtempfindlichen Mikronährstoffe im Handel verloren. Gesünder und Nährstoffreicher ist ein Smoothie immer frisch genossen. Hierzu braucht es neben Kreativität und den richtigen Zutaten allerdings auch noch einen leistungsstarken Mixer. Vor den faserigen Blättern von Kohl, Spinat und manchen Salaten kapitulieren herkömmliche Zerkleinerer häufig. Scharfe Messer und kräftige Motoren werden also gebraucht, um grüne Smoothies selber zu machen. Doch die Investition in einen neuen Mixer lohnt sich allemal, denn je nach Rezept kann ein grüner Smoothie, gelöffelt oder in kleinen Schlücken genossen, nicht nur den Tag verschönern, sondern zu einem rundum gesteigerten Wohlbefinden beitragen. Einige Frauen schwören sogar darauf, dass dank des Trinkens von grünen Smoothies ihre Haut reiner und faltenfreier geworden ist. Ein Versuch ist es ob der leckeren Mixgetränke allemal wert.

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