Manuka Honig – goldenes Naturheilmittel

Manuka Honig – goldenes Naturheilmittel von 4 Kommentare

Süß und golden tropft er vom Löffel: der Manuka Honig. Er sieht aus wie ganz normaler Honig und schmeckt auch so, hat unseren einheimischen Sorten aber etwas voraus, denn er enthält einen antibakteriell wirkenden Stoff. Auch das Öl der Manukapflanze wirkt gegen verschiedene Beschwerden und ist deshalb zunehmend gefragt.

1. Bakterienkiller Manuka Honig
2. Wirksamkeit wissenschaftlich bewiesen
3. Anwendung und Dosierung
4. Manuka Öl

Manuka kommt von uns aus gesehen vom anderen Ende der Welt: aus Neuseeland. Die Pflanzenart gehört zu den Myrtengewächsen und trägt auch die klangvollen Namen Südseemyrte oder Neuseelandmyrte. Sie wächst als Baum oder Strauch, und die Zweige tragen hübsche kleine Blüten, die weiß-rosa blühen. Aus dem Nektar dieser Blüten stellen die Honigbienen den Manuka Honig her. Der größte Teil wird in Neuseeland geerntet, vor allem im Norden, die Pflanze gedeiht aber auch im Südosten Australiens.

 

Bakterienkiller Manuka Honig

Das Besondere an diesem Honig ist seine antibakterielle Wirkung. Verantwortlich dafür ist eine Verbindung namens Methylglyoxal, die beim Zuckerabbau entsteht. Manuka Honig wirkt nicht nur antibakteriell, sondern auch entzündungshemmend, antiviral und wundheilungsfördernd. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem Exportschlager.

Verschiedene Studien zeigen, dass Manuka Honig gegen einige schädliche Bakterienstämme wirkt und sogar den antibiotikaresistenten MRSA, der umgangssprachlich auch Krankenhauskeim genannt wird, wieder behandelbar macht. Inzwischen wird Manuka Honig auch in Krankenhäusern als Heilmittel eingesetzt. In Neuseeland hat die medizinische Anwendung Tradition: Die Maori verwendeten nicht nur den Honig, sondern auch andere Teile der Pflanze zur Behandlung von Wunden, Infektionen und Krankheiten.

 

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Wissenschaftlich bewiesene Wirkung von Manuka Honig

An der TU Dresden haben Wissenschaftler die Wirksamkeit des Manuka Honig nachgewiesen. Hauptursache für die antibakterielle Wirkung ist der hohe Methylglyoxalgehalt im Manuka Honig. Dieser übersteigt den Wert von normalem Honig um ein vielfaches. Das Methylglyoxal ist ein Abbauprodukt des Zuckers und hat einen Keim hemmenden Effekt. Aber abgesehen von dem sehr hohen Methylglyoxalgehalt, hat der Manuka Honig teilweise eine bis zu hundertfache bessere Wirkung gegen Bakterien, als herkömlicher Honig.


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Manuka Honig – Anwendung und Dosierung

Wer Manuka Honig kaufen will, der sollte sich zu aller erst überlegen, wofür man ihn verwenden möchte. Einem Honig mit hohem MGO-Wert wird auch eine entsprechend höhere Wirkkraft zugesprochen, deshalb sollte man für die innere Anwendung auf einen höheren Methylglyoxalgehalt achten als für die äußere.

Gegen Herpes oder Pickel reicht also ein MGO-Wert von 100+; wer Aphten behandeln möchte, greift zu einem Manuka Honig mit 250+, bei Darmbeschwerden sind 400+ die bessere Wahl. Im Internet findet man Erfahrungsberichte und Tabellen zu weiteren Anwendungsgebieten von Manuka Honig, zum Beispiel als Wundheilungsbeschleuniger.
Die Anwendung ist ganz einfach: Pickel oder Herpes betupft man mit einem sauberen Wattestäbchen mit dem Honig, bei Halsschmerzen kann man einen Löffel davon im Mund zergehen lassen, zur Wundbehandlung streicht man die betroffenen Stellen damit ein und deckt sie ab. Dosierung und Häufigkeit hängen vom MGO-Gehalt und der Anwendung ab.

Wer Manuka Honig als Gesundheitsplus zu sich nehmen möchte, um die Zusammensetzung der Magenbakterien positiv zu beeinflussen oder das Immunsystem zu stärken, kann täglich einen Löffel davon zu sich nehmen. Manuka Honig schmeckt klassisch in heißer Milch und im Tee – das Methylglyoxal ist nicht hitzeempfindlich und bleibt aktiv –, macht sich aber auch in der Salatsoße gut. Wer es gerne schön süß mag, streicht sich den Honig aufs Frühstücksbrot. Der Nutzen einer solchen vorbeugenden Anwendung ist allerdings noch nicht belegt.

Vor Nebenwirkungen muss man bei Manuka Honig kaum Angst haben, Diabetiker müssen auf die innerliche Anwendung allerdings verzichten. Manuka Honig enthält wie alle anderen Honige sehr viel Zucker, dazu kommt: Bei Stoffwechselstörungen wie Diabetes entsteht bereits vermehrt MGO im Blut, das schlecht abgebaut werden kann. Reichert es sich zu sehr an, verursacht es eine schmerzhafte Nervenkrankheit.

 

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Manuka Öl

Aus den Blättern und Zweigen der Südseemyrte lässt sich ein weiteres begehrtes Produkt herstellen: das ätherische Manuka Öl. Seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung soll noch stärker sein als die des bekannteren Teebaumöls. Manuka Öl wird unter anderem zu folgenden Zwecken eingesetzt:

  • Behandlung von Herpes
  • Behandlung von Pilzerkrankungen
  • Förderung der Wundheilung
  • Förderung der Narbenbildung
  • Bekämpfung von Schuppen

Die heilende Wirkung geht von den sogenannten Terpenen aus, die im Manuka Öl als Sesquiterpene – entzündungshemmend und beruhigend – und Sesquiterpenketone – antimykotisch und antibakteriell – vorkommen. Wie der Honig kann auch Manuka Öl innerlich und äußerlich angewendet werden; häufig wird es mit anderen Ölen gemischt und dann als Mundspülung oder Hautöl verwendet. Man kann es auch ins Shampoo gehen oder als Raumduft verwenden.

Manuka Öl bekommt man im Reformhaus, im Bioladen, in der Apotheke und im Versandhandel. Wer es zur Behandlung von Entzündungen und Erkrankungen verwenden möchte, sollte auf ein kontrolliert biologisches Produkt achten und bei der Anwendung vorsichtig damit umgehen: Ätherische Öle können die Haut reizen und allergische Reaktionen auslösen, auch wenn Manuka Öl als milder und hautverträglicher gilt als Teebaumöl.

Manuka Honig und Manuka Öl sind sehr naturnahe Produkte, da sie aus natürlichem Wildwuchs gewonnen werden. Ein einfacher Manuka Lippenstift, der zur Herpes Behandlung eingesetzt wird, fällt ebenfalls in diese Kategorie und ist nicht minder wirksam.

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4 Kommentare

  1. Sarah
    #1 Sarah 26 Oktober, 2016, 09:22

    Durch seine antiseptische Wirkung kann Manuka Honig bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt werden.
    Zum Beispiel bei: Sodbrennen, Akne und Herpes, Staphylokokken, Verbrennungen und Wunden, Karies und Zahnfleischentzündung, Reizdarmsyndrom und sogar bei Allergien.

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  2. Manuel P.
    #2 Manuel P. 15 Dezember, 2016, 22:56

    Hallo Harald,
    ich bekomme vor allem im Winter Herpes und konnte den Manuka Honig auch schon erfolgreich dabei anwenden 🙂 Sehr schöner Beitrag. Im Sommer klappt es leider nicht ganz so gut…hast du dafür Tipps?

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    • Harald Werner
      Harald Werner Autor 16 Dezember, 2016, 16:04

      Hallo Manuel,
      ich gehöre zu den Glücklichen, die nie Herpes bekommen. Mein Freund, der öfters mal Herpes bekommt, hat mir versichtert, dass Manuka Honig im Sommer, wie auch im Winter effektiv wirkt. Falls das bei dir nicht der Fall sein soll, dann probier doch mal im Sommer Teebaumöl aus, vielleicht wirkt das bei dir bei der Jahreszeit besser.
      LG
      Harald

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