Smoothies  – Obst zum Trinken

Smoothies  – Obst zum Trinken

Smoothies werden zunehmend ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung. Zu lecker schmecken die pürierten Früchte, die richtig zubereitet, eine echte Vitaminbombe sind. Was einen guten Smoothie ausmacht und wie einfach man Smoothies selber machen kann, verraten wir in diesem Artikel.

Kaffeemaschine, Müsli, das in der Schüssel gerührt wird – und der Mixer. Das sind derzeit die typischen Geräusche eines durchschnittlichen Haushaltes beim Frühstück. Immer öfter kommt hier am Morgen die geballte Kraft vitaminreichen Obsts und Gemüses in den Mixer oder unter den Pürierstab. Smoothies liegen im Trend. Kein Wunder, denn die cremigen Vitaminbomben genießen den Ruf, besonders gesund zu sein. Frisch zubereitet mag das auch stimmen, aus dem Supermarktregal genommen sieht das ganze schon anders aus. Der Grund: Der Begriff Smoothie ist nicht markenrechtlich geschützt und kann somit ganz unterschiedliche Inhaltsstoffe verbergen. Von reiner Frucht über Saftkonzentrate bis hin zu einem Milch-Frucht-Mix, häufig mit starkem Zusatz von Zucker, ist alles erlaubt. Lediglich bei der Deklaration der Früchte darf der Verbraucher nicht getäuscht werden. Das bedeutet, sind zum Beispiel Bananen und Mango auf dem Smoothie abgebildet, müssen diese beiden Früchte auch Hauptbestandteil des Produktes sein.

 

Woraus besteht ein Smoothie?

Wie oben erwähnt, ist an den Begriff Smoothie keine feste Zutatenliste geknüpft. Bei industriell gefertigten Smoothies, die im Supermarkt erhältlich sind, mag das ein Nachteil sein, in der heimischen Küche hergestellt bedeutet das, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. So können Smoothies zum Beispiel „nur“ aus ganzen Früchten bestehen – gerne auch mit der vitaminreichen Schale. Wer es cremiger haben möchte, der fügt dem Fruchtpüree etwas Joghurt oder Milch hinzu. Veganer können hier zum Beispiel auf Mandelmilch zurückgreifen.

Tatsächlich ist die Variante mit Milch, ähnlich einem Milchshake, die ursprünglichste Variante des Smoothies, der in den zwanziger Jahren in den USA das Licht der Welt in den ersten Saftbars erblickte. Bis die Leckerei aus Obst hier herüberschwappte, dauerte es dann noch einige Zeit und erst seit einigen Jahren sind Smoothies auch hier im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde.

Bei manchen Smoothies kommen auch Wasser oder Kokosmilch zum Einsatz, um die für Smoothies typische cremige und sämige Konsistenz zu erhalten. Smoothies eignen sich außerdem ideal dazu, sie mit verschiedenen Superfoods, zum Beispiel Chia Samen, zusätzlich zu bereichern.

 

Smoothies sind kein Getränk

Zugegeben: Smoothies sind, vor allem richtig zubereitet, einfach lecker. Die schnelle Portion Obst und Gemüse ist zudem noch richtig praktisch und auch in einem hektischen Alltag gut zu genießen. Dennoch sollte man davon absehen, Smoothies als Getränk zu betrachten. Zum einen würde man den wertvollen Speiseplanergänzungen damit unrecht tun, zum anderen besteht dadurch die Gefahr, den Genuss von Smoothies ein wenig zu übertreiben.

Fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag gilt als die goldene Regel. In der Umsetzung schaffen es nur wenige von uns, sich an diese zu halten. Smoothies kommen dabei sehr gelegen, denn oft ist unser ganzer Tagesbedarf an Obst schon in einer einzigen Flasche enthalten. Mit ihr aber auch eine nicht zu unterschätzende Anzahl an Kalorien. Fast so viele Kalorien wie Coca-Cola kann so ein Smoothie je nach enthaltenen Obstsorten aufweisen. Das ist in Anbetracht der Vitamine, die uns die Fruchtbombe zusätzlich liefert, zwar kein Problem, wir tun aber gut daran, Smoothies nicht als Getränk, sondern als Snack oder Trinkmahlzeit zu betrachten.

 

Smoothies selber machen: So geht es

Über die Nachteile von fertig gekauftem Smoothie haben wir anfangs schon ein wenig verraten: keine Klarheit über die Inhaltsstoffe und häufig ein hoher Zusatz an Zucker. Hinzu kommt, dass viele Vitamine recht empfindlich sind und bei Lichteinfall zerfallen. Viele Smoothies sind in durchsichtigen Flaschen abgefüllt, um durch ihre attraktive Farbe zum Kauf anzuregen. Was für unser Auge ansprechend ist, bedeutet den Tod vieler wertvoller Vitamine, denn bis so ein Smoothie nach seiner Herstellung tatsächlich gekauft wird, vergehen oft mehrere Tage. Da liegt es auf der Hand, dass ein selbst gemachter Smoothie schlichtweg die bessere Wahl ist. Zudem kann so ganz auf den individuellen Geschmack und gegebenenfalls Unverträglichkeiten gegenüber verschiedenen Nahrungsmitteln reagiert werden. Mit den folgenden Schritten erhält man in kurzer Zeit einen leckeren, gesunden und verzehrfertigen Smoothie.

•  Obst und Gemüse bereitlegen und gegebenenfalls waschen
•  Kokosmilch, Mandelmilch oder Kuhmilch sowie Joghurt geben dem Smoothie eine cremigere Konsistenz, sind aber optional
•  Ein Standmixer tut sein Übriges.  Ob es einen stärkeren Mixer braucht, hängt von den Zutaten ab.  Für grüne Smoothies sollte es ein leistungsstarkes Gerät sein.
•   Wahlweise können die Smoothies mit kleinen Obststückchen oder Superfood wie Chia Samen oder Flohsamenschalen garniert werden.

 

Obst und Gemüse für den Smoothie

Generell gilt bei jedem Smoothie-Rezept: erlaubt ist, was gefällt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – so manchem Mixer jedoch schon. Ideal für Smoothies sind daher vor allem sehr weiche und reife Früchte. Bananen, Mango, aber auch Tomaten oder Physalis können ihren Weg in den Smoothie finden. Streikt der Mixer bei härteren Früchten, kann ein mit Hand betriebener Stabmixer in hoher Schüssel helfen, oder ein Entsafter sorgt dafür, dass zumindest der Fruchtsaft für den Smoothie Verwendung findet. Ideal ist es grundsätzlich, für seinen Smoothie auf saisonales Obst und Gemüse zurückzugreifen. Dies ist nicht nur günstiger, sondern hat oft auch einen geringeren Transportweg hinter sich und leidet so weniger unter Vitaminverlust.

Im Winter sind Smoothies ganz besonders geeignet, um den täglichen Vitaminbedarf zu decken und das Immunsystem zusätzlich zu stärken. Nun sind saisonale Obst- und Gemüsesorten hierzulande natürlich im Winter nicht zu bekommen. In diesem Fall darf auch problemlos auf tiefgekühlte Lebensmittel zurückgegriffen werden, die für einen Smoothie ebenfalls geeignet sind.

 

Smoothies für Kinder

Ein großer Tipp für kleine Kostverächter: Smoothies sind durchaus auch für Kinder geeignet. Zwar sollten die leckeren Trinkmahlzeiten nicht die einzige Form sein, in der der Nachwuchs Obst und Gemüse kennenlernt, als Abwechslung werden sie aber gerne angenommen. Viele Kinder sind vor allem zum Frühstück, wenn die Schule einmal wieder viel zu früh startet, kaufaul. Smoothies, gerne auch mit Haferflocken angereichert, sind dann eine gute Option als Ersatz für das ungeliebte Frühstücksbrot.

Aus den gleichen Gründen sind die Obstmahlzeiten aus dem Glas auch für Erwachsene gut geeignet und bieten außerdem bei einer Erkältung eine gute Möglichkeit, sich für die Genesung zu stärken.