Sport, Bewegung und Gesundheit

Sport, Bewegung und Gesundheit von 3. August 2016 6 Kommentare

Wie viel Sport muss man machen, um gesund zu bleiben. Darüber wird viel diskutiert, eine eindeutige Antwort wird es wohl nie geben. Alle unterschiedlichen Experten sind sich aber dennoch einig – ganz ohne Bewegung geht es nicht. Man muss sich also ausreichend bewegen, doch was heißt das eigentlich? Eine neue Studie1 nähert sich der Antwort auf eine neue Weise.

Das Experiment

Das Forscherteam um Professor Ulf Ekelund, hat sich zur Aufgabe gemacht, die Sterblichkeitsrate in Korrelation zur täglichen Bewegung zu untersuchen. Beziehungsweise mit wie viel Bewegung am Tag kann man das tägliche, ungesunde rumsitzen, wieder wettmachen. Dazu gab es unterschiedliche standardisierte Gruppen, die auf ihr Sitzverhalten im Büro oder vor dem Fernseher und auf ihr Bewegungsverhalten untersucht wurden. Gemessen werden sollte, wie sich die Sterblichkeit im Allgemeinen, durch Herzinfarkt und durch Krebs verändert, wenn die Bewegung im Alltag zu nimmt bzw. gar nicht stattfindet.

Das Ergebnis ist eindeutig: Die Probanden, die 8 Stunden am Tag saßen und es dennoch schafften sich eine Stunde am Tag zu bewegen, wiesen eine signifikante niedrigere Sterberate auf, als die Vergleichsgruppe, die sich nicht zusätzlich bewegte. Das Verblüffende daran ist eher, dass diese Gruppe auch eine deutliche niedrige Sterberate aufwies, als die Gruppe, die weitaus weniger saß, aber sich ebenfalls nicht zusätzlich bewegte.

Die Lehre

Was sagt uns das? Es ist nicht schwer seinen ungesunden Bürojob auszugleichen, man muss nur genug Bewegung in seinen Alltag einbauen. In der Studie wurde darunter eine Stunde moderates Gehen oder Fahrrad fahren verstanden. Natürlich wäre jegliche andere Sporteinheit ebenso gut geeignet. Nur muss man dafür wieder mehr Zeit einplanen, die nicht jeder von uns hat. Obwohl man Functional Training überall machen kann und das so lange bzw. so kurz wie man will, muss man sich dennoch Zeit dafür nehmen und es tun.

Unser Gesundheitssystem kennt die Gefahren mangelnder Bewegung bereits. Die großen Volkskrankheiten, wie Diabetes und Herzleiden, lassen sich auch auf mangelnde Bewegung zurückführen. Zu allen anderen Krankheiten gibt es dazu bisher noch keine verlässlichen Studien. Hier lauern jedoch mit Sicherheit ebenfalls Gefahren, die man leicht mit etwas mehr Bewegung verhindern könnte.

Die positive Korrelation zwischen Sport und Gesundheit ist nichts Neues, jedoch ist die tödliche Verbindung zwischen Bewegungsmangel und hoher Sterblichkeitsrate eine neue Sichtweiße auf das Thema. Laut der Studie werden durch fehlende Bewegung weltweit fünf Millionen Todesfälle im Jahr in Verbindung gebracht. Uns sollte das Anlass geben jede Treppe dankbar hochzugehen und den Aufzug öfters links liegen zu lassen.

 

1http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(16)30370-1/fulltext

 

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